Nachrichten und Termine
Verein "Klimakommune Deutschland" gegründet
Vertreterinnen und Vertreter von 16 von Kommunen oder Bundesländern getragenen Energie- und Klimaschutzagenturen sowie Beratungsunternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet haben zur Jahreswende den Verein Klimakommune Deutschland e. V. aus der Taufe gehoben.
Ziel des neuen Vereins, in dem auch die Energieagentur Nordbayern Mitglied ist, ist es, Kommunen in ganz Deutschland bei der systematischen Umsetzung von Energie- und Klimaschutzmaßnahmen besser zu unterstützen. Das Programm knüpft dabei zum Beispiel an die international anerkannten Standards des "European Energy Award" an und vergib künftig die Label "Klimastadt", "Klimagemeinde" und "Klimalandkreis" an engagierte Kommunen in Deutschland. Damit wird ein einheitlicher, qualitätsgesicherter Rahmen für kommunalen Klimaschutz geschaffen.
„Die Gründung von Klimakommune Deutschland e. V. ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung kommunalen Handelns beim Klimaschutz. Der neue Trägerverein sichert Kontinuität, Qualität und Weiterentwicklung eines international anerkannten Instruments und schafft zugleich Raum für Innovation und bundesweite Vernetzung“, erklärte Martin Sambale, der 1. Vorsitzende des neuen Vereins.
Voraussichtlich wird noch im Frühjahr die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit der Führung der Bundesgeschäftsstelle beauftragt werden.
Erste Informationen zum Verein sind bereits unter http://www.klimastadt.de/ zu finden.
Windkümmerer 2.0: Erfolgreicher Abschluss in Regensburg
Zum Abschluss des Programms "Windkümmerer 2.0" hat das Bayerische Wirtschaftsministerium eine durchweg positive Bilanz gezogen. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Regensburg würdigte Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger das Programm als wesentlichen Stützpfeiler der Energiewende im Freistaat:
„Die Windkümmerer leisten einen ganz wichtigen Beitrag zum vernünftigen Ausbau der Windkraft in Bayern. Sie gehen in die Gemeinden, klären Fragen und bringen alle Beteiligten an einen Tisch. Oft geht es darum, geeignete Flächen zu finden, Verfahren zu erklären oder Missverständnisse auszuräumen. So entsteht Vertrauen. Und genau das brauchen wir, damit Windkraftprojekte vor Ort auch umgesetzt werden können.“
Die Windkümmerer unterstützen Kommunen gerade in der Anfangsphase durch fachliche Beratung, zum Beispiel bei der Potenzialanalyse, der Bauleitplanung und Flächensicherung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Die Resonanz ist groß: Bis Ende des zweiten Quartals 2025 wurden 373 Anfragen auf Betreuung gestellt, 349 Projekte aktiv begleitet und 108 bereits erfolgreich abgeschlossen.
Auch die aktuellen Zahlen belegen die positive Entwicklung. In Bayern sind derzeit 1.162 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 2,7 Gigawatt in Betrieb. Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden 754 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4,7 Gigawatt beantragt. Für 109 Anlagen mit einer Leistung von etwa 688 Megawatt wurde eine Genehmigung erteilt, und zehn neue Anlagen mit insgesamt rund 53 Megawatt gingen bereits ans Netz. Für über 200 Windräder liegt eine Genehmigung vor, sie können gebaut werden. Damit entwickelt sich der Windkraftausbau in Bayern - gerade auch dort, wo er von Kommunen eng begleitet wird - langsam aber sicher zu einer Erfolgsgeschichte.
Dass es eine Anlaufphase braucht, bis diese Erfolge sichtbar werden, war von vornherein klar, so Aiwanger: „Oft wird kritisiert, es bewege sich zu wenig. Fakt ist, dass wir derzeit einen Hochlauf der Antrags- und Genehmigungszahlen sehen, der aber infolge der längeren Umsetzungszeiten erst in den nächsten Jahren zu einem entsprechenden realen Zubau führen wird. Die Realisierungszeiten eines Windrades haben sich trotzdem von früher ca. sieben Jahren auf aktuell 3-4 Jahre durch viele Maßnahmen halbiert, u.a. durch das erfolgreiche Wirken der Windkümmerer. Entscheidend für den Ausbau der kommenden Jahre sind die aktuell gestellten Anträge sowie die erteilten Genehmigungen. Sie zeigen, dass sich in Bayern etwas bewegt und dass die nächsten Jahre deutlich mehr Dynamik bringen werden.“
Abschließend kündigte der Minister an, dass die Unterstützung der Kommunen auch künftig fortgesetzt wird. Ab 2026 startet der Windkümmerer 3. Damit bleibt sichergestellt, dass die Kommunen beim Ausbau der Windenergie weiterhin kompetent begleitet werden.
(Das Gruppenbild zeigt einen Teil der bayerischen Windkümmerer mit Minister Hubert Aiwanger.
Hubert Treml-Franz und Tabea Roser-Hofmann von der Energieagentur Nordbayern sind links vom Windrad zu sehen.)
Quelle:
Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Pressestelle
Praxisforum in Himmelkron: Wärmepumpen für Kommunale Gebäude und Netze
Erprobte Konzepte für den Einsatz von Wärmepumpen in Nichtwohngebäuden, Quartieren und Netzen
mit Best-Practice-Beispielen aus der Region
am 8. Oktober 2025 von 12-16 Uhr in der Event Arena Himmelkron
Die Energieagentur stellt sich vor
Die Energieagentur Nordbayern GmbH wurde 2011 von der ENERGIEregion (Nürnberg) und der Energieagentur Oberfranken (Kulmbach) aus der Taufe gehoben. Der Zusammenschluss bündelt die Kompetenzen der beiden größten unabhängigen Akteure in den Bereichen Klimaschutz und Energieeffizienz innerhalb der Metropolregion Nürnberg.
Wir unterstützen Privathaushalte, Kommunen und Unternehmen bei der praktischen Umsetzung konkreter Klimaschutzmaßnahmen und liefern mit Analysen und Konzepten im Vorfeld die nötigen Grundlagen.
Unsere Ziele

Unsere Geschäftsfelder
Wir können Sie auf vielfältigste Weise bei der Umsetzung der Energiewende unterstützen. Von praktischen Effizienz-maßnahmen und Energiemanagement über konzeptionelle Begleitung durch Energienutzungspläne und Wärmeplanung bis hin zu Klimaschutzkonzepten für ganze Regionen bieten wir nahezu alle Facetten an, die zur Planung und Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung notwendig sind.
Mit insgesamt rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir eine der größten Beratungseinrichtung ihrer Art in der Region. Dabei verfolgen wir keine eigenen Interessen, denn die kommunale Dominanz in unserer Gesellschafterstruktur verpflichtet uns zur Neutralität.
In einem Punkt sind wir aber ganz sicher nicht neutral: Wir wollen den Umstieg auf Erneuerbare Energie so schnell und so umfassend wie möglich.
Warum nicht heute damit anfangen?


@SomethingAktuelle Referenzen
MESTRI-CE: Für nachhaltige Gebäude in Mitteleuropa

In dem von Interreg Central Europe geförderten Projekt MESTRI-CE schließen sich Energieagenturen aus Deutschland, Kroatien, Slovenien, Italien, Österreich und Polen zusammen, um ihre Kräfte in dem Bestreben nach nachhaltigen Gebäuden zu vereinen. Dazu werden Gebäudestandards vereinheitlicht, Daten für Eigentümer aufbereitet und gemeinsame Konzepte für die Finanzierung nachhaltiger Bauprojekte entworfen. Um die Tools so realitätsnah wie möglich zu entwerfen, wird das Projekt in jeder Partnerregion von einem Pilotprojekt und anderen Stakeholdern wie Finanzinstituten begleitet, die alle Entwicklungen testen.
Weitere Informationen sind auf der offiziellen Website des Projekts oder dem LinkedIn-Kanal zu finden:
Investing in climate-neutral buildings (interreg-central.eu)
Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Hof
Für die Stadt Hof steht fest: Bereits 2040 soll die Klimaneutralität erreicht sein.
Mit einem integrierten Klimaschutzkonzept konnte die Energieagentur Nordbayern gemeinsam mit Klimaschutzmanagerin Ute Fischer 2020/21 die wesentlichen Grundlagen dafür liefern. Weil das knapp bemessene Stadtgebiet keine unendlichen Möglichkeiten zur Nutzung Erneuerbarer Energie bietet, gehören zu einer erfolgreichen Energiewende in Hof auch erhebliche Anstrengungen beim Energiesparen, hier besonders im Gebäudenereich. Energieeffizienz muss sowohl bei der Sanierung des eigenen Gebäudebestands, als auch bei den Liegenschaften der Baugenossenschaft und letztlich auch bei Einfamilienhäusern künftig eine wesentliche Rolle spielen.
European Energy Award: Herzogenaurach auf Goldkurs
Die mittelfränkische Stadt, die weltbekannte Sportartikelhersteller und andere Global Player beherbergt, widmet sich seit jeher auch engagiert dem Klimaschutz. Schon 2009 war man in der Testphase des European Energy Award® dabei. 2017 verdiente sich Herzogenaurach durch viel Engagement als bislang einziger Teilnehmer aus Nordbayern die Goldauszeichnung.
Der Award unterstützt die Kommune bei der systematischen Einordnung und Verbesserung ihrer Klimaaktivitäten. Seit einigen Jahren begleitet die Energieagentur Nordbayern die Stadt bei diesem Prozess. Wie bei einem klassischen Managementprozesses werden auf Grundlage einer Bestandsanalyse Ziele definiert, Maßnahmen umgesetzt und der Erfolg kontinuierlich überwacht.
Ähnlich wie bei betrieblichen Zertifizierungen führt das jährliche interne Audit dazu, dass alle relevanten Stellschrauben abgefragt und anhand eines Bewertungssystems evaluiert werden. Dieses jährliche Audit wird von der Beraterin der EANB durchgeführt. Alle drei Jahre erfolgt das externe Audit durch einen nationalen oder internationalen Gutachter.
In Herzogenaurach trifft sich das hochkarätig besetzte Energieteam mehrmals im Jahr, um bestehende Maßnahmen zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen, zukünftige Maßnahmen zu entwickeln und den Fortschritt der Klimaschutzbemühungen zu überprüfen und zu festigen. Durch die Beratung der Energieagentur Nordbayern und die Möglichkeit zu einem Austausch mit anderen eea Kommunen sowie durch konsequentes Handeln der Stadtspitze kann der kontinuierliche Verbesserungsprozess zu starken Ergebnissen führen.
Herzogenaurach kann mit einigem Stolz auf das Erreichte und seine Mitarbeiter*Innen und Bürger*Innen sein, denn im Jahr 2021 geht es in ein externes Re-Audit, die erneute Goldzertifizierung ist das Ziel.




